Verfasst von: Enrico Kosmus | 27. Februar 2021

Chotrul Düchen – das Fest der Wunder

Chotrul Düchen – das „Fest der Wunder“ – einer der vier großen buddhistischen Feiertage. Es findet am Vollmond (dem fünfzehnten Tag) des ersten tibetischen Monats statt, der Bumjur Dawa genannt wird. Die ersten fünfzehn Tage des Jahres feiern die fünfzehn Tage, an denen Buddha, um den Verdienst und die Hingabe der zukünftigen Schüler zu erhöhen, ein anderes Wunder zeigte.

Wie Jigme Lingpa sagte:

Durch die magische Kraft Eures Wunders in Shravasti,
habt Ihr die Tirthika-Lehrer sprachlos gemacht, die,
mit all ihren Analysen und Forschungen, betrunken vom Wein des Genusses, äußerst erdrückend geworden waren.
Im finalen Wettkampf wurden sie gedemütigt, ihr ganzes Prestige war dahin,
Während Ihr durch die „vier Grundlagen der Wunderkräfte“ triumphiertet.

Während des Chötrul Düchen („Großer Tag der wundersamen Manifestationen“) wird geglaubt, dass die Auswirkungen sowohl positiver als auch negativer Handlungen zehn Millionen Mal vervielfacht werden.

Um diesen Anlass zu feiern, machen die Tibeter Lampen, traditionell aus Yak-Butter, genannt Butterlampen, in Form von Blumen, Bäumen, Vögeln und anderen glücksverheißenden Symbolen. Sie schaffen auch aufwendige Dekorationen für die Lampen in ihren Häusern und auf öffentlichen Plätzen, manchmal errichten sie Gebilde so groß wie ein Gebäude. Alle Laternen werden am fünfzehnten Tag des Monats feierlich entzündet.

Aus diesem Grund praktizieren wir im Ngakpa-Zentrum an den hohen Feiertagen die Puja auf Buddha Shakyamuni.

Im Samadhiraja-Sutra wird gesagt: Diejenigen, die sich beim Gehen, Sitzen, Stehen oder Schlafen an den mondgleichen Buddha erinnern, werden immerzu in Buddhas Gegenwart sein und das vollständige Nirvana erlangen. Und: Sein reiner Körper ist von goldener Farbe, herrlich ist der Beschützer der Welt. Wer immer ihn auf diese Weise visualisiert, praktiziert die Meditation der Bodhisattvas. In Übereinstimmung damit sollten wir uns darin üben, uns an unseren unvergleichlichen Lehren, den Herr der Weisen, auf folgende Weise praktizieren.

Mipham Rinpoche „Ein Schatzhaus des Segens“


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