Verfasst von: Enrico Kosmus | 14. Januar 2021

Die spirituelle Lebensgeschichte von Padmasmabhava

Der Lotusgeborene Meister, der zweite Buddha erschien in diesem Land Tibet als ein spiritueller Führer, der eine unendliche Zahl an Schülern durch die Methode der allgemeinen Anweisung im Herzen der Lehre Buddhas führte, dem Vajra-Pfad des Geheimen Mantras, und insbesondere durch die Methode der erleuchteten Aktivität der tiefgründigen Schätze. Dieser große Meister war weder ein gewöhnlicher Mensch, der stufenweise den spirituellen Pfad durchlief, noch war er ein außergewöhnlicher Bodhisattva, der eine Stufe des Erwachens erreichte. Er war eine Verkörperung der Erleuchtung, die vom Buddha Grenzenloses Licht und vom unvergleichlichen (Buddha) Shakyamuni manifestiert wurde, um auf vielfältige Weisen die Menschen und nichtmenschlichen Wesen zur Erleuchtung zu führen, die sich sonst einem spirituellen Leben abgeneigt wären. Auch kann man sagen, dass die Schilderung eines kleinen Teils seiner Lebensgeschichte die Kräfte sogar von einer spirituell fortgeschrittenen Person übertrifft, folgt ein kurzer Bericht über sein Leben.

Im reinen Land des Dharmakaya der Strahlenden Vajra Essenz[1], erlangte Guru Rinpoche das ursprüngliche, natürlich manifeste Erwachen im uranfänglich reinen Grund der Befreiung. Sein Name ist als der ursprüngliche Beschützer Unbewegliches Lichts[2] bekannt.

Im selbstmanifestierenden Land des Sambhogakaya, dem Trommelschlag Brahmas[3], erscheint Guru Rinpoche in unendlichen Ausdrucksformen ausgestattet mit den fünf Gewissheiten[4] und ist als der Buddha Sprudelnder Ozean[5] der fünf Familien der ursprünglichen Weisheit[6].

Äußerlich klar-deutlichen, teilweise wahrnehmbaren reinen Land des Nirmanakaya des Großen Brahma-Zeitalters versammelt, erzeugt sein schöpferischer Ausdruck zahllose reine Länder und Buddha-Körper der fünf Familien. Diese erscheinen für die Bodhisattvas auf der zehnten Bodhisattva-Stufe, die wolkengleiche Muster von Guru Rinpoches beständigem, unerschöpflichem Schmuckrad der Weisheit sind. Er ist daher auch als der „Lotus, der alles hält“[7] bekannt. Um die Wesen zu führen, bringt er wundersame Nirmanakayas hervor, die in den unendlichen reinen Ländern der zehn Richtungen erscheinen. Insbesondere in unserem gegenwärtigen Saha-Weltensystem manifestiert er sich in speziellen Erscheinungen der hundert Lehrer der Sutras und Tantras und erhellt die fünfzig Weltsysteme. In jeder Richtung der an sie angrenzenden Welten manifestieren sich acht erhabenen Formen von Guru Rinpoche, um die Wesen zur Erleuchtung zu führen.

Ferner bezeugte die Dakini Yeshe Tsogyal einen besonderen Ausdruck seiner Formen. Ihrer Schilderung gemäß enthält jede Hautpore von Guru Vajra Sprudelnder Ozean[8] hundert Milliarden reine Länder, die wiederum hundert Milliarden Weltsysteme beinhalten. In jedem dieser erscheinen hundert Milliarden Formen des Gurus und jede davon erschafft hundert Milliarden Emanationen. Jede dieser führt hundert Milliarden Schüler zur Erleuchtung. Darüber hinaus sagte sie, dass er im Zentrum und in den anderen Richtungen ebenfalls grenzenlose Formen manifestiert, wie beispielsweise Lehrer der vier anderen Familien der Erleuchtung.

Insbesondere am Rosenapfel-Kontinent[9] (Dzambuling), wo sein Nirmanakaya in einer einzigen Gegend erscheint, um die Wesen zu führen, wurde von verschiedenen Arten seines Erblickens berichtet, was auf den Unterschieden seiner vom Glück begünstigten Schüler und ihrer Fähigkeiten beruhte. Unter diesen Beschreibungen, die man in den Übertragungen des Vajrakilaya und anderen findet, stammen viele Berichte aus Indien. Dabei verweisen sie darauf, dass er als Sohn des Königs von Orgyen oder eines seiner Minister geboren wurde. Viele Schatztexte beziehen sich nur auf Schilderungen seines Lebens, das mit einer wundersamen Geburt beginnt. Einige berichten auch davon, dass er aus einem Blitz am Gipfel des Meteoriteisenberges in Malaya in dieser Welt erschienen ist. Jede Geschichte erzählt von seinem erstaunlichen Leben. Keine davon ist endgültig und eine unendliche Anzahl solcher Geschichten sind möglich.

Er sagte: „Zum Wohle der zukünftigen Wesen, die die Samayas halten, werde ich 1.900 spirituelle Lebensgeschichten von mir verfassen und verbergen.“ So sprach er. Das übertrifft die begrenzten Vorstellungen gewöhnlicher Menschen. Allerdings werde ich eine kurze Übersicht über den bekanntesten Bericht aus den Schatztexten geben, was auf der Erfahrung einiger seiner Schüler beruht, beginnend mit der wundersamen Geburt.

Das nordwestliche Land Orgyen ist im Osten, Süden und Norden von großen Ozeanen umgeben. Im Südwesten von Orgyen, ganz nahe an der Grenze zum Rakshasa-Land, befindet sich in einem See eine Insel. Aufgrund Buddhas Segen wuchs dort ein vielfarbiger Lotus. In dessen Zentrum war ein goldener Vajra, der mit der Silbe HRI gekennzeichnet war, welche vom Herzen des Beschützers des reinen Landes der Glückseligkeit ausgesandt wurde. Daraus wurde ein kleines Kind im Alter von acht Jahren geboren, das mit den Haupt- und Nebenmerkmalen geschmückt war. Es hielt Vajra und Lotus, saß dort wundersam erschienen und lehrte den Inseln der Götter und Dakinis den tiefgründigen Dharma.

Zur gleichen Zeit brachte König Indrabhuti, da er keinen Erben hatte, den Drei Juwelen Opfergaben dar (und) reiste, nachdem sein Reichtum erschöpft war, zur Insel, um ein wunscherfüllendes Juwel zu empfangen. Bei seiner Rückreise sah sein Minister Krishnadhara zuerst das Kind. Als der König dem Kind begegnete, nahm er es zu seinem Sohn und Erben und lud es zu ihm in den Palast ein. Der König gab ihm den Namen „Lotusgeborener“ (PADMAJUNGE) und „Seegeborener“[10] (TSOKYE DORJE). Der König bat das Kind, auf dem kostbaren Thron einzunehmen, der von einem wunscherfüllenden Juwel erschaffen wurde, Platz zu nehmen. Das Juwel ließ auch Nahrung und Kleidung herabregnen, was alle Leute zufriedenstellte. Die schöpferische Kraft des Jünglings führte zahllose Schüler zur spirituellen Reife. Er heiratete die Dakini Prabhadhara[11] (und) unterstützte das Königreich Orgyen im Einklang mit dem Dharma. Er wurde der „König mit dem hochgebundenem Haar“[12] genannt.

Zu dieser Zeit erkannte er, dass er für andere keine große Welle des Nutzen vollbringen würde, wenn er den Thron des Königreichs übernehmen würde. Also bat er seinen Vater um die Erlaubnis, sich zurückziehen zu dürfen, aber das wurde ihm nicht gewährt. Daher täuschte er vor, dass er im spielerischen Tanz mit seinem Dreizack den Sohn eines bösartigen Ministers spontan durchbohrte. Als Strafe für das Töten des Sohnes wurde er an die Leichenplätze verbannt. In Sitavana,[13] am Freudvollen Hain[14] und in Sosaling[15] führte er die yogische Praxis aus, als ihn die Dakinis „Besiegerin Maras“[16] und „Friedenshüterin“[17] segneten, indem sie ihm die Ermächtigungen gaben. Da er die Leichenstätten-Dakinis unter seiner Herrschaft versammelte, wurde er als „Behüter des Friedens“ (SHANTARAKSHITA) bekannt.

Als er auf eine Insel im Dhanakosha-See ging, praktizierte er die symbolischen Anweisungen der Dakinis des Geheimen Mantras und brachte die Dakinis der Insel unter seine Herrschaft. Die Praxis auf der Leichenstätte „Dichter Hain“[18] bewirkte, dass die Dakini Vajra Varahi sich offenbarte und ihn segnete. Er band den Ozean der Nagas und alle Planetengeister unter Eid. Die Dakas und Dakinis der drei Orte[19] gewährten ihm die Verwirklichungen und er wurde als „Zornvolle Vajra-Macht“[20] (DORJE DRAGPO) bekannt.

Dann reiste er nach Bodhgaya, wo er verschiedene Wunder zeigte. Die Menschen fragten ihn: „Wer bist du?“ „Ein selbstentstandener Buddha bin ich,“ antwortete er. Aber niemand glaubte ihm und sie beschimpften ihn. Aus diesen und anderen Gründen reiste er nach Zahor, wo er vom Acharya Prabhahasti als Mönch ordiniert wurde. Er wurde mit dem Namen „König der Shakyas“[21] (SHAKYA SENGE) bekannt.

Er empfing 18 Mal die Übertragung der Yogatantras und hatte eine Vision der Gottheiten. Von der Weisheits-Dakini des geheimen zeitlosen Erkennens, die sich als vollordinierte Nonne Kungamo[22] manifestierte, erbat er die Ermächtigung (und) sie verwandelte ihn in die Silbe HUM und verschluckte ihn. Während er in ihrem Körper war, gewährte sie ihm die vollständigen äußeren, inneren und geheimen Ermächtigungen und er trat dann durch ihren Lotus aus. Auf diese Weise praktizierte er die Bereinigung von den drei Verschleierungen.

Die acht großen Vidyadharas gaben ihm die „Acht Sadhana Sektionen“[23]. Von Buddhaguhya empfing er die „Illusorische Manifestation“,[24] von Shri Simha die (Lehren der) Großen Vollkommenheit[25]. Von den vielen gelehrten und verwirklichten Meistern des heiligen Landes Indien empfing er die Gesamtheit der Sutras und Tantras. Nachdem er jede einzelne Anweisung studierte und praktizierte, hatte er weitere Visionen von Gottheiten, ohne sie praktiziert zu haben. Er wurde als „Verlangen nach überragender Intelligenz“[26] (LODEN CHOGSE) bekannt und zeigte die Vollendung eines vollständig gereiften Vidyadhara.

Dann begab es sich, dass die Tochter des Königs Vihardhara von Zahor, Mandarava, die Zeichen einer geeigneten Dakini hatte. Daraufhin verführte der sie (der Meister) und nahm sie als Stütze für die Praxis mit einer Gefährtin in die Maratika-Höhle mit. Nach drei Monaten Praxis der Langlebigkeit erschien ihnen wirklich der Beschützer „Grenzenloses Leben“ [27] (AMITAYUS) in Fleisch und Blut und gewährte die Ermächtigung. Durch seinen Segen wurden sie untrennbar von ihm. (Er) übertrug eine Milliarde Langlebens-Tantras und sie erlangten die Stufe eines Vidyadharas mit der Herrschaft über das Leben (und) schließlich den unzerstörbaren Vajra-Körper jenseits von Tod und Geburt.

Aber um das Königreich Zahor wirklich zur rechten Disziplin zu führen und von Nutzen zu sein, reiste er als Bettler umher. Die Minister des Königs wollten ihn verbrennen. Doch im Zentrum eines Sees aus Sesamöl erschienen die beiden in Vereinigung auf einer Lotusblüte. Durch diese Demonstration von Zauberkräften empfanden sie große Verehrung und alle bekehrten sich zum Dharma. Er führte alle auf die Stufe eines Nicht-Wiederkehrers.[28]

Um später das Königreich Orgyen zur rechten Disziplin zu führen, reiste er als Bettler umher. Die Bewohner des Landes erkannten ihn und der bösartige Minister von früher und andere versuchten ihn auf einem Haufen Sandelholz zu verbrennen. Durch die Demonstration seiner Zauberkräfte erschien er in Vereinigung mit seiner Gefährtin inmitten eines Sees auf einer Lotusblüte. Als Zeichen für das Befreien der Wesen aus der zyklischen Existenz trug er eine Kette aus Schädeln. So wurde er als „Lotusschädelgirlande“ [29] (PADMA THÖTHRENG TSAL) bekannt.

Als spiritueller Ratgeber blieb er 13 Jahre lang in Orgyen und etablierte den Dharma im gesamten Königreich. Er übertrug „Den Ozean aller Dharmas, der alle Lehren enthält“, wodurch der König, seine Gefährtin und alle anderen vom Glück begünstigten Wesen reiften und zur Befreiung gelangten. Sie erlangten die Stufe eines überragenden Vidyadhara. Er wurde als der „Lotuskönig“[30] (PADMA GYALPO) bekannt.

Wie im Sutra „Der Bereich der wundersamen Erscheinung“[31] prophezeit wurde, erschien er um den König Ashoka zur rechten Disziplin zu führen und von Nutzen zu sein, als vollständig ordinierte Mönch, Indrasena genannt und erzeugte in ihm unumkehrbares Vertrauen. An einem einzigen Abend errichtete der König daraufhin im Rosenapfelkontinent[32] (Dzambuling) zehn Millionen Stupas, welche die Essenz der Reliquien des Tathagata enthielten.

Um ein paar mächtige Könige zu unterwerfen, die extreme Ansichten vertraten und den Lehren Buddhas Schaden zufügen wollten, verwendete er geschickte Mittel wie das kraftvolle Übertragen (des Bewusstseins). Ein König bot ihm vergiftete Nahrung an, aber es blieb wirkungslos. Sie warfen ihn in den Ganges, aber das Wasser spülte ihn nach oben und er tanzte am Himmel. Daraufhin wurde er als „Junge, der (wie Garuda) am Himmel fliegt“[33] (KHYE’U CHUNG KHA DING TSAL) bekannt.

Um zu lehren, manifestierte er sich weiters in vielen Gestalten und Namen, wie der „Seegeborene Meister“ (LOPÖN TSOKYE)[34], der das Hevajra-Tantra[35] in diese Welt brachte, aber auch als Brahmane Saraha, Dombi Heruka, Virupa und der große Krishnacharya. Er erschien am Leichenplatz, genannt „Vollkommener Körper (der Erleuchtung)“[36] und auch an allen anderen großen Leichenstätten, wo ihn die Dakinis in den tantrischen Lehren unterwiesen. Von allen äußeren und inneren arroganten Geistern nahm er die Mantras über deren Leben und Herz und machte sie zu Schützern der Lehre des Buddhadharma. Zu dieser Zeit wurde er mit dem Namen „Strahlen der Sonne“ (NYIMA ÖZER)[37] bekannt.

Am Vajra-Sitz in Bodhgaya stritt er mit fünfhundert Gelehrten, die extreme Ansichten vertraten. Der Meister maß sich in der Debatte mit ihnen, zeigte seine Zauberkräfte und besiegte sie. Als sie zerstörerische Mantras rezitierten, kehrte er ihre Wirkung durch ein zornvolles Mantra um, das ihm von der Dakini Unterdrückerin Maras[38] gegeben worden war. Großen Donner und Blitz ließ er auf sie herabregnen und befreite so die Lehrer auf zornvolle Weise. Ihre Dörfer verbrannte er (und) den restlichen (Lehrern) lehrte er die Lehren Buddhas und führte sie. Als er zu dieser Zeit das Siegesbanner des Dharma[39] in den Himmel erhob, wurde er „Löwengebrüll“ (SENGE DRADROG)[40] genannt. Dabei zeigte er die Erschöpfung der drei Befleckungen und die Vollendung des überragenden Pfades als ein Vidyadhara mit Herrschaft über die Langlebigkeit.[41]

Dann an der Grenze von Indien und Nepal in der Höhle von Yangle Shö nahm er vom nepalesischen König Punyadhara[42] die nepalesische Prinzessin Shakya Devi als Gefährtin und Stütze für die Praxis an. Als er die Praxis des glorreichen Yangdag Heruka ausführte, schufen drei dämonische, barbarische und wilde Geister Hindernisse. Drei Jahre lang fiel kein Regen, Krankheit und Hungersnot breiteten sich aus. Von seinen Lehrern aus Indien erbat er die Praxis zum Unterwerfen von Hindernissen. Sobald die zwei Leute ankamen, die man ausgeschickt hatte, um die Tantras und Übertragungen des Vajrakilaya zu bringen, waren die Hindernisse spontan befriedet. Regen fiel und die Krankheiten und Hungersnöte hörten auf. Der Meister und seine Gefährtin erlangten die höchste Verwirklichung, da sie die Stufe eines Vidyadhara der Mahamudra erklommen. Die große Verwirklichungspraxis des Yangdag Heruka ist wie ein Händler, der vielen Hindernissen begegnen muss und daher sollte sie nicht ohne Vajrakilaya sein. Er verfasste viele Texte, die die Praktiken des Yangdag Heruka und des Vajrakilaya miteinander verbanden. Alle männlichen und weiblichen Geister band er unter Eid, wie die 16 Phurba-Schützer und machte sie zu Schutzgottheiten.

Zu anderen Zeiten lehrte er allen vom Glück begünstigten Bewohnern der Länder von Orgyen, sowie Hurmuju, Sikadhara, Dhamakosa und Rugma, sowie Tirahuti und anderen aus dem Königreich von Tharu und Kamarula usw. Durch die weltlichen Verwirklichungen[43] war er für eine Vielzahl an Wesen nützlich. Überall wo zuvor kein Wasser vorhanden war, ließ er Wasser erscheinen. Unterhalb der Erde leitete er die großen Flüsse.

In Indien erschienen in drei Gegenden – im Osten, Süden und im Zentrum – spontan Abbilder von nicht-buddhistischen Gottheiten, die für den Buddhismus extreme Negativitäten bewirkten. Alle diese drei wurden durch die magische Kraft des Vajrakilaya vernichtet. Im Lande Kaccha[44] verbreitete sich die buddhistische Gemeinschaft in großem Maße. Doch als sich der König von Ruksha mit seiner Armee in Booten über den Nila-Fluss näherte, führte der Meister die Skorpion-Mudra[45] aus, woraufhin 500 im Wasser versanken. Danach brachten die Ruksha niemals mehr Schaden.

Es lässt sich nicht genau sagen, zu welcher Zeit der Meister in Dramida[46] erschien, aber sogar dort führte er nach und nach nicht-menschliche Wesen wie z.B. Dakinis und auch Menschen zur rechten Disziplin. Er errichtete dort Tempel. Das spirituelle Erbe des Meisters zu Studium, Erklärung und Meditation in den vier Tantra-Klassen blüht und gedeiht bis zum heutigen Tag, hauptsächlich im Hevajra-Tantra, der Geheimen Mondessenz (Da Sangthigle), Yangdag (Heruka), Hayagriva, Vajrakilaya und Mamo.[47] Es gibt auch Schilderungen, dass er das Land verließ und sich Richtung Südwesten zur Insel der Kannibalen begab. Diese Geschichten stammen aus Indien und sind weithin bekannt.

Im Allgemeinen lebte er 3.600 Jahre in Indien und wirkte für den Dharma und zum Wohle aller Wesen. Viele Gelehrte sind der Ansicht, dass dies eine (Berechnung) auf der Hälfte eines Jahres ist. Darüber hinaus führte er die Mongolen und Chinesen zur rechten Disziplin, indem er die Gestalten eines hellsichtigen Königs und eines Yogis annahm. Weiters erschien er im Land Zhangzhung in der wundersamen Erscheinung des Kindes Tabihritsa an, der die mündliche Übertragungslinie der Großen Vollkommenheit gab, die viele vom Glück begünstigte Menschen zur Verwirklichung des Lichtkörpers führte und entsprechend der vielen verschiedenen Bedürfnisse der Länder und in verschiedenen Sprachen die vielen fühlenden Wesen durch grenzenlose erleuchtete Aktivitäten auf den Pfad der Befreiung führte.

Hier nun die Art und Weise wie er nach Tibet kam. Als eine Emanation Manjushris verspürte der Dharma-König Trisong De’u Tsän den Wunsch, überall den Dharma weithin zu verbreiten. Daher lud er den Abt Shantarakshita[48] aus Indien ein, der den Dharma anhand der Glieder des bedingten Entstehens und die zehn Heilsamen lehrte. Im 21. Lebensjahr legte (der König) die Grundfesten des Tempels. Aber als die (weltlichen) Götter und Dämonen Tibets Hindernisse und Störungen verursachten und das Gebäude nicht errichtet werden konnte, sandte der König (Trisong De’u Tsän) auf Anraten des Abtes (Shantarakshita) fünf Botschafter, um den großen Meister[49] einzuladen. Auch der Meister wusste, dass es nun an der Zeit wäre und machte sich daraufhin auf den Weg von Nepal nach Tibet. Auf seiner Reise von Mangyul nach Ngari, dann weiter nach Zentral-Tibet[50] und dann nach Ost-Tibet[51] berührten seine Füße auf wundersame Weise ganz Tibet ohne Ausnahme. Alle nicht-menschlichen Geister wie die zwölf Tenma-Göttinnen, die 13 Jagdgötter und die 21 Genyen band er Eid und nahm ihre Lebens- und Herz-Mantras. In Dragmar in der Neem-Höhle[52] traf er den Herrscher.

Bei seiner Ankunft am Hepori-Berg brachte er alle weltlichen Götter und Dämonen unter seinen Befehl. Bei der Errichtung des Tempels von Samye boten die weltlichen Götter und Dämonen ihre Hilfe an, sodass er innerhalb von fünf Jahren errichtet war. Der glorreiche Tempel des unwandelbaren, spontanen Samye wurde in Form des Berges Meru zusammen mit den vier Kontinenten, Sonne, Mond zusammen mit den umgrenzenden Eisenbergen gebaut, vollendet mit den drei Residenzen der drei Königinnen. Bei der Segnungszeremonie gab es fünf wundersame Zeichen.

Dann beschloss der Herrscher, die Lehre des Buddhadharma in Tibet zu etablieren. Einige kluge und gebildete tibetische Kinder wurden als Übersetzer ausgebildet. Aus Indien wurden außerdem Halter des Tripitaka[53] eingeladen. Zuerst wurden vom Abt (Shantarakshita) versuchsweise sieben Männer nach und nach in die monastische Disziplin ordiniert.

Der Abt (Shantarakshita) und der Meister (Padmasambhava) zusammen mit Vairocana und den drei Übersetzern Kawa Paltseg, Chogro Lu’i Gyaltshän und Zhang Yeshe De[54] sowie anderen Übersetzern übersetzten ausnahmslos alle mündlichen Überlieferungen von Sutra und Mantra und die wichtigsten Kommentare und Abhandlungen ins Tibetische.

Vairocana, Namkha’i Nyingpo und andere wurden nach Indien geschickt, wo Vairocana von Shri Simha die Lehren zur Großen Vollkommenheit empfing und Namkha’i Nyingpo die Lehren zum Yangdag Heruka von Humkara erhielt. Getrennt voneinander erlangten sie Verwirklichung in diesen und verbreiteten sie in Tibet.

Der König bat den Meister demütig, die Lehren des Vajra-Fahrzeuges, das zur Reife und Befreiung führt, zu übertragen. In der Einsiedelei von Samye Chimpu offenbarte er dem König und acht Untertanen das Mandala der Acht Befehle[55] (KAGYE). Jede der neun Personen gelangte zur Reife. Allen neun wurde individuell eine besondere Übertragung zu teil und alle erlangten im Einklang damit die Verwirklichungen. Ferner in Lhodrag Karchu, in Zhotö (in West-Tibet), in Tidro und an anderen Orten übertrug der Meister dem vom Glück begünstigten König und seinen Schülern die außergewöhnlichen und tiefgründigen Lehren im Zusammenhang mit den drei Yogas.

Die Darstellung, dass der Meister 111 Jahre lang in Tibet blieb, basiert auf einer Zählung mit Halbjahren. Als der König Trisong 21 Jahre alt war, kam der Guru nach Tibet. Mit 69 verschied der König. Danach blieb der Meister noch ein paar Jahre, bis er in das Land der Rakshasas aufbrach. Er blieb als 55 Jahre und sechs Monate, 48 Jahre zu Lebzeiten des Königs und sieben Jahre und sechs Monate nach seinem Dahinscheiden.

Bösartige Minister, die sich vor seiner Macht fürchteten, baten ihn zu gehen. Nach acht Jahren in Samye schien er vom Gipfel eines Berges in Mangyul fortzufliegen, was in diesem Fall aber eine Phantomerscheinung war. Im Geheimen wurde er vom Herrscher wegen der Lehre konsultiert. Er selbst in Person besuchte mit Yeshe Tsogyal und seinen Anhängern ausnahmslos alle, die eine karmische Verbindung mit ihm hatten. Es gibt auf Tibets Boden nichts Größeres als einen Pferdehuf, das nicht von seinen Füßen berührt wurde. Die 20 Berghöhlen von Ngari,[56] die 21 heiligen Plätze von Ü und Tsang (Zentral-Tibet), die 25 heiligen Stätten in Do Kham, die oberen, unteren und zentralen geheimen Länder – auch „die drei Könige“ genannt, die fünf Länder, die drei Täler[57] und die eine Insel sowie alle Schneeberge, felsigen Gebirge und Seen bestimmte er auf diese Weise als Wurzel, Zweig, Blüte und Frucht und segnete er für als Praxisplätze.

Der Meister wusste, dass der Enkelsohn des Königs die Wiedergeburt eines Dämons sein und den Niedergang der Lehre verursachen würde. Daher machte er für diese kommende Zeit viele Prophezeiungen. Nachdem er sich mit dem König beraten hatte, trafen sie Vorkehrungen, damit die Lehren des Geheimen Mantra niemals abnehmen, von intellektueller Pedanterie nicht verunreinigt und nichts erfunden werden würde, damit der Segen des Meisters nicht verschwinden würde und beständig Schüler in der Welt erscheinen würden. Aus diesem Grund verbarg er insbesondere die 100 Schätze um das Leben des Königs zu fördern[58], die fünf großen Geistschätz, die 25 großen und tiefgründigen Schätze,[59] sowie unzählige andere benannte und unbenannte Schätze. Er prophezeite für jeden einzelnen die Zeit, die Person, die der Dharma-Halter mit der glücklichen Verbindung sein wird usw. An 13 Orten, die Tiger-Nest genannt wurden, wie in Nering Sengedzong in Mönkha usw. erschien er in Gestalt des unkontrollierbaren Zorns und band alle Geister und Dämonen Tibets mit Eiden und vertraute ihnen die Schatzlehren zum Schutz an. Seit dieser Zeit ist er als „Vajra-Hängebauch“ (DORJE DROLÖ)[60] bekannt.

Für zukünftige Generationen hinterließ er Abdrücke seines Körpers an Orten wie Dorje Tsegpa in Bhumthang, Handabdrücke in Namtsho Chugmo und Fußabdrücke am Weißen Felsen in Paro. An heiligen Orten hinterließen der Guru und seine Gefährtin Fuß- und Handabdrücke und zahllose wundersame Zeichen.

Der Prinz Murub Tsänpo sollte das Kloster von Bhatahor angreifen. Nachdem er allen Besitz geplündert hatte, verfolgte ihn der Geisterkönig Shingja Chen.[61] Der Guru manifestierte sich in zornvoller Gestalt, stellte ihn unter Eid und ernannte ihn zum Wächter der Tempelhalle. Nach dem Dahinscheiden des Königs Trisong De’i Tsän, wurde der König Mutig Tsänpo sein Nachfolger als König. (Der Meister) veranstaltete in Tradrug eine große Verwirklichungspraxis, genannt „Die Vereinigung der Acht Logos-Gottheiten“ und vertraute dem Prinzen Gyalse Lhaje tiefgründige Lehren des Dharma an. Er prophezeite, dass (der Prinz) nach 13 Wiedergeburten als Schatzfinder (Tertön) erscheinen und die fühlenden Wesen zähmen würde.

Obwohl (der Meister) in Tibet zahllose Schüler zur Reife führte, so waren es hauptsächlich zuerst der König und die 21 Untertanen, dazwischen dann 25 Schüler und später dann 17 Schüler und 21 Schüler. In Yerpa waren auch 80 Schüler, die einen Lichtkörper verwirklichten, in Chuwori waren es 108 große Meditierende, in Yangdzong waren es 30 Mantra-Praktizierende[62], in der Kristallhöhle[63] waren es 55 verwirklichte Yogis,[64] 25 Dakinis, sieben Yoginis und andere wie A-Me Jangchub Dreköl,[65] Gyu Jangchub Zhönnu,[66] Rogbän Namkha Yeshe,[67] Nyang Dezhin Shegpa,[68] Pangje Tsänthrom,[69] Shima Gocha,[70] Ngabmi und Ngabdre,[71] Che Gyatsho Drag, Dre Sherab Drag[72] und andere, sowie in den Klans der Lang, Ngog, Khön, Rog, Gö, Pang, So, Zur, Nub, Gye und Kyo[73] und anderen erschienen ununterbrochen verwirklichte Meister. Später gab es in den Neuen Übersetzungsschulen[74] viele herausragende Menschen, deren Vorfahren sich zu Füßen des großen Meisters verneigt hatten.

Als dann für den Meister die Zeit näherkam, um die Dämonen im Südwesten zu zähmen, bat ihn der König zusammen mit den Ministern Tibets, die Abreise zu verschieben, aber er lehnte ab. Er gab jedem einzelnen großzügig spirituellen Rat und gütige Anweisungen. Auf der Hochebene von Gungtang bestieg er einen Löwen oder ein prachtvolles Pferd. Unter unzähligen Opfergaben, von den Göttern aufgestellt, machte er sich auf den Weg nach Chamara zum Rakshasa-Kontinent hinab.

Auf dem Gipfel des Kuperfarbenen Berges[75] trat er in den leeren Platz des Königs der Kannibalen, Raksha Thöthreng, ein. Er manifestierte den Palast des Lotuslichts[76], eine Erscheinung, die alle Vorstellung übersteigt. Auf jeder einzelnen der acht Inseln der Rakshasa weilte er in der Art eines Königs und lehrte den Dharma einschließlich der großen Verwirklichungspraxis der Acht Logos-Gottheiten.[77] Die Bewohner des Rosenapfel-Kontinents[78] beschützte er vor den Gefahren für ihr Leben.

Gegenwärtig wirkt er unerschütterlich auf der Vidyadhara-Stufe der spontanen Vollendung des Pfades der Vollendung als ein Regent des sechsten Buddha (Vajradhara) bis sich nichts mehr in dieser Welt befindet, während er Tibet immerzu mit seinem Mitgefühl betrachtet und mit seinen Emanation zu seinem Wohlergehen wirkt. Wenn dann die Lehre der monastischen Disziplin zerfällt, wird in dieser Zeit bei allen Mantra-Praktizierenden eine Emanation von ihm wiedererscheinen. Eine große Zahl vom Glück begünstigter Individuen wird einen Lichtkörper verwirklichen. Es wird gesagt, wenn in Zukunft dann der Sieger (Buddha) Maitreya[79] in dieser Welt erscheint, wird sich der Meister in den Bodhisattva „Bezwinger aller Wesen“ (Drowa Kündul)[80] verwandeln, um allen vom Glück begünstigten die Lehren des Geheimen Mantras zu lehren.

Diese Schrift bezieht sich auf Erfahrungen einiger seiner gewöhnlichen Schüler und ist im Einklang mit den Legenden.


Von Jamgon Kongtrul, aus: Eine kurz zusammengefasste Abhandlung der Geschichte über die tiefgründigen Schätze und verwirklichten Schatzfindern, genannt: „Die kostbare Girlande aus Lapislazuli“. Shechen Edition, Band 1.6, Seite 352 ff.

Übersetzt vom Ngak’chang Rangdrol Dorje (Enrico Kosmus, 2016). Möge es von Nutzen sein!


[1] Tib., rdo rje snying po

[2] Tib., ‚od mi ‚gyur ba

[3] Tib., tshangs pa rnga sgra

[4] Die fünf Gewissheiten sind: 1) der Ort ist die Selbstwahrnehmung des „unübertroffenen reinen Landes des schönen Feldes“. 2) Der Lehrer sind die Buddhas der fünf Klassen, wie Vajrasattva (Akshobhya), versehen mit den 32 Haupt- und 80 Nebenmerkmalen. 3) Die Schüler sind die Buddhas, die weit wie ein Ozean sind, die als die Selbsterscheinung der ursprünglichen Weisheit erscheinen, was wiederum nichts anderes als der Lehrer selbst ist. 4) Die Lehre ist die große strahlende Vision, die unbeschreiblich und frei von den Vorstellungen der Hinweise und Wörter ist. 5) Die Zeit ist unwandelbar und der immerzu andauernde Kreislauf der Zeit.

[5] Tib., gangs chen mtsho

[6] Die fünf uranfänglichen Weisheiten sind: 1) die ursprüngliche Weisheit des Dharmadhatu; 2) die ursprüngliche spiegelgleiche Weisheit; 3) die ursprüngliche Weisheit der Gleichheit; 4) die ursprüngliche unterscheidende Weisheit; und 5) die ursprüngliche alles vollendende Weisheit. Die Dharmadhatu-Weisheit stellt die absolute Wahrheit dar und sieht, was ist, während die vier anderen ursprünglichen Weisheiten sehen, wie Dinge erscheinen und sind somit die relative Weisheit.

[7] Tib., pad+ma kun tu ‚chang

[8] Tib., gu ru rdo rje gangs can

[9] Tib., dzam bu’i gling

[10] Tib., pad+ma ‚byung gnas; mtsho skyes rdo rje

[11] Tib., mkha‘ ‚gro ‚od ‚chang ma

[12] Tib., rgyal po thor cog can

[13] Tib., bsil ba’i tshal

[14] Tib., dga‘ ba’i tshal

[15] Tib., so sa gling

[16] Tib., bdud ‚dul ma

[17] Tib., zhi ba ‚tshos

[18] Tib., rtsub ‚gyur tshal

[19] Damit sind Körper, Rede und Geist gemeint. [Anm. d. Ü.]

[20] Tib., rdo rje drag po rtsal

[21] Tib., shAkya seng ge

[22] Tib., kun dga‘ mo; auch als Lekyi Wangmo oder Guhyajnana bekannt

[23] Tib., sgrub pa sde brgyad; bestehend aus: ‚jam dpal sku, pad ma gsung, yang dag thugs, bdud rtsi yon tan, phur pa phrin las, ma mo rbod gtong, ‚jig rten mchod stod, dmod pa drag sngags

[24] Tib., sgyu ‚phrul

[25] Tib., rdzogs chen

[26] Tib., blo ldan mchog sred

[27] Tib., mgon po tshe dpag med

[28] Tib., phyir mi ldog pa’i sa

[29] Tib., pad+ma thod phreng rtsal

[30] Tib., pad+ma rgyal po

[31] Tib., spyod yul rnam par ‚phrul pa’i mdo

[32] Tib., dzam bu’i gling

[33] Tib., khye’u chung mkha‘ sding rtsal

[34] Tib., slob dpon mtsho skyes; Skt., Saroruha

[35] Tib., dgyes rdor gyi rgyud

[36] Tib., sku la rdzogs pa

[37] Tib., nyi ma ‚od zer

[38] Tib., mkha‘ ‚gro bdud ‚dul ma

[39] Tib., chos kyi rgyal mtshan

[40] Tib., seng ge sgra sgrog

[41] Tib., tshe dbang rig ‚dzin

[42] Tib., rgyal po dge ‚dzin

[43] Tib., thun mong gi dngos grub

[44] Tib., kany+tsa

[45] Tib., sdigs mdzub

[46] Tib., ‚gro lding ba

[47] Tib., dgyes rdor / zla gsang thig le / yang dag / rta mgrin / phur pa / ma mo gtso bor gyur pa’i rgyud

[48] Tib., mkhan po bo d+hi satwa

[49] Tib., slob dpon chen po; Padmasambhava

[50] Tib., dbus tsang

[51] Tib., mdo khams

[52] Tib., ‚om bu; Tamariske

[53] Tib., sde snod ‚dzin pa

[54] Tib., ska ba dpal brtsegs; cog ro klu’i rgyal mtshan; zhang ye shes sde

[55] Tib., bka‘ brgyad kyi dkyil ‚khor

[56] Tib., mnga‘ ris skor du gangs brag nyi shu

[57] d.h. Sikkim, Khenpajong und Lungsumjong

[58] Tib., rgyal po’i bla gter brgya

[59] Tib., zab pa’i gter chen nyer lnga

[60] Tib., rdo rje gro bo lod

[61] Tib., rgyal po shing bya can

[62] Tib., sngags pa

[63] Tib., shel brag

[64] Tib., rtogs ldan

[65] Tib., a mes byang chub ‚dre bkol

[66] Tib., rgyus byang chub gzhon nu

[67] Tib., rog ban nam mkha‘ ye shes

[68] Tib., nyang de bzhin gshegs pa

[69] Tib., spang rje btsan khrom

[70] Tib., shi ma go cha

[71] Tib., ngab mi dang ngab ‚bre

[72] Tib., lce rgya mtsho grags; ‚bre shes rab grags

[73] Tib., rlangs; rngog; mkhon; rog; ‚gos; spang; so; zur; gnubs; rgyas; skyo

[74] Tib., gsar ma

[75] Tib., zangs mdog dpal ri’i rtse mo

[76] Tib., pad+ma

[77] Tib., sgrub chen bka‘ brgyad

[78] Tib., dzam bu’i gling; damit ist unsere Welt gemeint

[79] Tib., rgyal ba byams pa

[80] Tib., ‚gro ba kun ‚dul


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