Verfasst von: Enrico Kosmus | 24. Oktober 2020

Sutra vom Mahacundi Dharani

Maha Cundi Bodhisattva, deren geheimer Name Großer Siegreicher Vajra lautet, ist als Mutter von Milliarden Buddhas bekannt und ist ebenfalls eine Form von Avalokiteshvara. Dabei handelt es sich um eine sitzende Figur mit 18 Armen, welche die zahlreichen geschickten Mittel des Tantra symbolisieren. Sie ist die Quelle aller Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und hatte eine unvorstellbare Segenskraft. Diejenigen, die diese Sadhana praktizieren, werden Weisheit, Sieg in der Debatte, eine harmonische und respektvolle Familie und verbesserte Beziehungen zu anderen, Langlebigkeit, geheilte Krankheiten, Beseitigung negativen Karmas und die Erfüllung anderer Wünsche erlangen.


Buddha spricht das Sutra vom Maha Cundi Dharani – Das Herz der Mutter von Sieben Koti Buddhas (Tripitaka Nr. 1077)

Übersetzt während der Tang-Dynastie von Tripitaka-Meister Divakara aus Indien

Einst wohnte der Buddha in der Nähe von Shravasti, im Anathapindada-Garten im Jeta-Wald. Zu dieser Zeit betrachtete und beobachtete der Welten-Ehrwürdige die fühlenden Wesen der Zukunft. Aus großem Mitgefühl für sie beschloss der Buddha, über die Dharani von Cundi, dem Herz der Mutter von sieben Koti Buddhas, zu sprechen. So offenbarte der Buddha das Mantra:

NAMO SAPTANAM SAMYAKSAMBUDDHA KOTINAM / TADYATHA: OM CALE, CULE, CUNDI SVAHA //

Wenn irgendein Bhiksu (Mönch), Bhisuni (Nonne), Upasaka (Laie) oder Upasika (Laiin) diesen Dharani 800.000 Mal bewahrt und rezitiert, werden alle seine oder ihre todbringenden karmischen Übertretungen, die seit anfangsloser Zeit geschaffen wurden, beseitigt. Der Einzelne soll die Gelegenheit erhalten, alle Buddhas und Bodhisattvas zu treffen, wo immer er oder sie geboren wird, und soll mit allen Ansammlungen von Verdiensten ausgestattet werden, wie es der Einzelne wünscht. Das Individuum soll die Gelegenheit erhalten, zu jeder Lebenszeit der weltlichen Existenz zu entsagen und alle Gebote und Gelübde eines Bodhisattvas einzuhalten.

Dieses Individuum wird immer im menschlichen und himmlischen Bereich geboren werden und es wird immer daran gehindert, auf die unheilvollen Pfade der Wiedergeburt zu gelangen, und es wird immer von himmlischen Wesen beschützt werden. Sollte ein Laie dieses Dharani oder Mantra hochhalten und rezitieren, so soll sein Haushalt frei von Gebrechen und Schäden durch Unglück und Krankheit sein. Alles, was die Person tut, soll verheißungsvoll sein; seine Worte sollen das Vertrauen und die Akzeptanz anderer gewinnen.

Wenn man dieses Mantra 200.000 Mal rezitiert, träumt man von den Buddhas, Bodhisattvas, Pratyekabuddhas und Sravakas und sieht, wie eine schwarze Substanz aus dem eigenen Mund herausbricht.

Wenn ein Mensch eine schwere karmische Übertretung begeht, wird er beim 200.000-maligen Rezitieren des Mantras von den Buddhas und Bodhisattvas träumen und in seinen Träumen auch eine schwarze Substanz erbrechen.

Wenn die Person eine der fünf fatalen Übertretungen begangen hat und nicht in der Lage ist, diesen glücksverheißenden Traum zu empfangen, ist es ratsam, das Mantra 700.000 Mal zu rezitieren. Wenn die Person davon träumt, eine weiße Substanz wie eine dicke Reispaste zu erbrechen, zeigt dies deutlich, dass sie das reine Zeichen der karmischen Reinigung erhalten hat.

Ich werde nun erläutern, was dieser großartige Dharani bewirken kann:

Man kann vor einer Buddhastatue stehen oder vor einer Stupa, um einen sauberen Boden zu finden.  Gießt Gomaya (Kuhdung, der in Indien als rein und reinigend gilt) über den Boden und schafft einen quadratischen Mandala-Schrein, den ihr je nach Größe des Mandalas mit Blumenopfern, Weihrauch, Baldachinen, Essen, Lampen und Kerzen schmückt. Bringt diese Opfergaben im Rahmen Eurer Möglichkeiten dar. Dann rezitiert das Mantra und versprüht ein Parfüm in die vier Richtungen, sowie nach oben und unten, um so eine schützende spirituelle Abgrenzung zu schaffen. Stellt eine Flasche Parfüm in jede der vier Ecken und auch in die Mitte des Mandala-Schreins. Der Praktizierende sollte das Mandala betreten, niederknien und nach Osten schauen. Rezitiert das Mantra 1080 Mal, und die Parfümfläschchen sollten sich von selbst drehen. Haltet eine Vielzahl von Blumen mit beiden Händen, die sich in einer gekreuzten Position überlappen, und rezitiert das Mantra 1080 Mal, um die Blumen zu stärken. Nach Fertigstellung werfen Sie die Blumen auf einen Spiegel. Danach wenden Sie sich dem Spiegel zu und rezitieren das Mantra 1080 Mal. Dann sollte man in der Lage sein, die Erscheinung von Buddhas und Bodhisattvas zu sehen. Rezitiert das Mantra noch einmal 1080-mal über einigen Blumen und werft diese als Opfergabe in die Luft. Stellt irgendwelche Fragen, und diese sollten beantwortet werden.

Wenn jemand an einer Krankheit erkranken sollte, die auf geistige Wesenheiten zurückzuführen ist, rezitiert das Mantra über etwas Kogongras und streicht mit dem Kogongras über den Patienten. Der Patient sollte geheilt sein. Wenn ein Kind von Geistern besessen ist, nehmt fünf verschiedenfarbige Fadenstränge und lasst diese von einem jungen Mädchen zu einem einzigen Faden weben. Nehmt den gewebten fünffarbigen Faden und knüpft bei jeder Rezitation des Mantras einen Knoten und macht so 21 Knoten. Bindet den Faden mit den 21 Knoten um den Hals des Kindes, rezitiert das Mantra 7 Mal über einer Handvoll Senfkörner und werft  diese Senfkörner über das Gesicht des Kindes, und das Kind sollt von der Besetzung geheilt sein.

Andere Anwendungen dieses Mantras umfassen die folgenden Methoden:

1) Für eine kranke Person, die von Geistern besessen ist, während die Person anwesend ist, zeichne die Körperzüge der kranken Person auf ein Blatt Papier. Rezitiere das Mantra über einem Weidenstock und schlage mit dem Stock auf die Zeichnung der kranken Person. Dadurch kann der Kranke von seiner Krankheit geheilt werden. Wenn ein von Geistern betroffener Kranker an einem entfernten Ort wohnt, rezitiere das Mantra siebenmal über dem Weidenstock und schicke den Stock zu einer Person vor Ort. Lasse diese die Illustration vor der kranken Person zeichnen und mit dem Stock auf die Illustration der kranken Person schlagen. Auch dadurch sollte die Person von seiner oder ihrer Krankheit geheilt werden.

2) Wenn man dieses Mantra auf Reisen rezitiert, braucht man keine Angst zu haben auf Diebe, Räuber oder Wildtiere zu treffen.

3) Wenn man dieses Mantra ständig rezitieren sollte, steht man am siegreichen Ende eines jeden Streits. Wenn man den Ozean überquert, soll man dieses Mantra rezitieren, und man soll keinen Schaden erleiden, der von den bösen Wesen des Ozeans verursacht wird.

4) Wenn jemand eingesperrt und mit Handschellen gefesselt wird, rezitiert er oder sie dieses Mantra, wird er oder sie wieder freigelassen zu werden.

5) Wenn ein Land unter einer Überschwemmung, Dürre oder einer vorherrschenden Epidemie leidet, bereitet Sahne, Sesamkörner und polierten, nicht klebrigen Reis zu. Greift mit drei beliebigen Fingern jeweils eine Portion davon, um eine Mischung herzustellen. Rezitiert das Mantra einmal über der Mischung und werft diese in ein Feuer. Tut dies kontinuierlich 12 Stunden lang über einen Zeitraum von sieben Tagen, und alle Kalamitäten werden beseitigt.

6) Ihr könnt jede Rezitation des Mantras mit einem Abdruck eines Stupabildes in den Sand neben einem Flussufer versiegeln. Tut Ihr dies 600.000 Mal. Man sollte entweder die Erscheinung von Guan Yin Bodhisattva oder Tara selbst sehen. Oder vielleicht wird man das Erscheinen von Vajrapani sehen. Wofür auch immer Ihr betet, es wird sich erfüllen. Man könnte sogar spirituelle Medizin erhalten oder die Vorhersage, dass man Erleuchtung erlangen wird.

7) Wenn Sie das Bild eines Bodhibaums im Uhrzeigersinn umkreisen und das Mantra bis zu zehn Millionen Mal rezitieren, werden Sie Zeuge eines Bodhisattvas, der Ihnen das Dharma predigt, und Sie dürfen dem Bodhisattva folgen.

8) Wenn Ihr Speiseopfer darbringt und dieses Mantra oft rezitiert, solltet Ihr nicht durch böse Menschen oder wilde Hunde in Bedrängnis geraten. Wenn Ihr zuerst 300.000 Rezitationen dieses Mantras vor einer Pagode, einer Buddhastatue oder einer Stupa durchführt und anschließend am 15. des Suklapaksa (der hellen ersten Monatshälfte) ein sehr großes Speiseopfer darbringt und das Mantra einen Tag lang rezitiert, während Ihr vom Essen fastet, erhaltet Ihr eine Audienz bei Vajrapani und eine Einladung, in seinen Palast zu gehen.

9) Wenn Ihr vor der Stupa stehen solltet, die errichtet wurde, um zu dokumentieren, wo das Dharma-Rad zum ersten Mal gedreht wurde, oder vor der Stupa, die errichtet wurde, um zu dokumentieren, wo Buddha geboren wurde, oder vor der Stupa, die gebaut wurde, um zu dokumentieren, wo Buddha die kostbaren Stufen vom Trayastrimsas-Himmel herabgestiegen ist, oder vor einer Stupa, die Reliquien enthält, geht im Uhrzeigersinn um die Stupa herum und rezitiert das Mantra. Ihr sollet den Bodhisattva Aparajita und den Bodhisattva Hariti sehen. Eure Wünsche sollen dann erfüllt werden. Falls Ihr spirituelle Medizin benötigen solltet, soll sie Euch gegeben werden, und Ihr werdet auch eine spirituelle Ansprache über den Bodhisattva-Weg erhalten.

10) Wenn eine Person, die dieses Mantra rezitiert, sich nicht an einem spirituellen Ort befindet, erhält sie dennoch Besuch von allen Bodhisattvas, unabhängig davon, wo sie sich befindet. Diese große Dharani von Cundi ist ein großes, leuchtendes Mantra, das von den Buddhas der Vergangenheit erklärt wurde und von den Buddhas der Zukunft erklärt werden wird. Tatsächlich erklären alle Buddhas der Gegenwart dieses Mantra, so wie ich es heute tue. Dies geschieht zum Nutzen aller fühlenden Wesen, damit sie die Höchste Erleuchtung erlangen können. Sollte irgendein fühlendes Wesen, dem es an Verdiensten mangelt und das wenig gute karmische Wurzeln hat und das keine der natürlichen Fähigkeiten und Faktoren der Erleuchtung besitzt, das Glück haben, diese Dharani zu empfangen, so wird es rasch die Höchste und Vollkommene Erleuchtung (Anuttara-Samyak-Sambodhi) erlangen. Wenn man sich ständig daran erinnert, dieses Mantra zu rezitieren, werden unendlich gute karmische Wurzeln gesetzt, die zu Vervollkommnungen heranreifen werden.

Als der Buddha von dem Dharani der Cundi sprach, wurden unendliche fühlende Wesen aus ihren Unreinheiten erhoben, und sie empfingen die Verdienste der Großen Dharani von Cundi, dem Großen Leuchtenden Mantra, und wurden Zeugen der Anwesenheit der Buddhas, Bodhisattvas und heiligen Wesen der zehn Richtungen, bevor sie sich niederwarfen und gingen.


**Ende des Sutra** (Englisch von Daniel Deleanu (Hrsg.), 2013

Deutsche Fassung von Shenpen Dong Druk (Marcus Dannfeld M.A.) Heidelberg 2020


Einführung in Cundi: Die Ursachen und Bedingungen von Cundi

Cundi Bodhisattva ist ein Wesen von großem spirituellen Status. Es wird gesagt, dass sie die Manifestation des weltweit Geehrten war, der in den Samadhi der spirituellen Kraft der Transformation von Raum und Ozean eintrat. Cundi ist auch als Cundi GuanYin bekannt.

Das Wort Cundi bedeutet Höchste Reinheit. Da sie die Mutter aller Gottheiten der Lotus-Klasse ist, wird sie daher auch die Buddha-Mutter, die Mutter der Sieben Kotis der Buddhas und Bodhisattvas genannt. Cundi hat achtzehn Arme und drei Augen. Sie ist allmächtig, und ihr tantrischer Beiname ist der Siegreichste Vajra oder Unterwerfungs-Vajra.

Cundi wird von zwei Drachen-(Naga-)Königen begleitet, die an ihrem Lotusthron Wache halten. Diese beiden Drachenkönige sind Nanda und Upananda.

Die äußeren Aspekte von Cundi

Cundi Bodhisattva erscheint mit achtzehn Armen und drei Augen. Sie ist mit einer juwelenbesetzten Krone geschmückt, auf der die Figur eines manifestierten Buddhas montiert ist. Ihr Körper ist von hellgelber Farbe und mit allen möglichen Jade- und Perlenverzierungen geschmückt. Sie trägt Jade- und Perlenarmornamente und trägt ein weißes himmlisches Gewand. Auf einem Lotusthron sitzend, halten ihre achtzehn Arme, wobei die ursprünglichen zwei Hände die Wurzelmudra bilden, verschiedene Utensilien im Uhrzeigersinn: ein wunscherfüllendes Banner, einen Lotus, eine Badevase, ein Lasso, ein Achtspeichenrad, eine Muschel, eine kostbare Vase, eine Weisheitstruhe, einen Kopfschmuck, ein Vajrazepter, einen Haken, eine Axt, eine himmlische Frucht, Mala-Perlen, ein Weisheitsschwert und die Furchtlose Mudra.

Die Einzigartigkeit von Cundi

Die achtzehn Arme von Cundi sollen die achtzehn Verdienste um die Erlangung der Buddhaschaft zum Ausdruck bringen. Dies sind die achtzehn ungewöhnlichen Qualitäten. Ihre Arme sind der symbolische Ausdruck der Geheimnisse, ausgestattet mit der Bedeutung tiefer Prinzipien. In der Mahaprajnaparamita-Sastra unterscheiden diese achtzehn Merkmale eines Buddhas (das Avenikadharma) einen Buddha von einem Bodhisattva. Das sind sie:

  1. Seine Vollkommenheit des Körpers
  2. Seine Vollkommenheit der Rede
  3. Seine Vollkommenheit des Gedächtnisses
  4. Seine Vollkommenheit der Unparteilichkeit für alle
  5. Seine Gelassenheit
  6. Seine Selbstaufopferung
  7. Sein unaufhörlicher Wunsch, fühlende Wesen zu retten
  8. Sein unermüdlicher Eifer, fühlende Wesen zu retten
  9. Sein unfehlbarer Gedanke, fühlende Wesen zu retten
  10. Die unaufhörliche Weisheit, fühlende Wesen zu retten
  11. Die Befugnisse der Befreiung
  12. Das Prinzip der Befreiungsbefugnisse
  13. Vollkommene Weisheit in Taten offenbaren
  14. Vollkommene Weisheit in Worten offenbaren
  15. Vollkommene Weisheit im Denken offenbaren
  16. Perfekte Kenntnis der Vergangenheit
  17. Perfekte Kenntnis der Zukunft
  18. Perfekte Kenntnis der Gegenwart

Da die achtzehn Arme von Cundi die achtzehn ungewöhnlichen Qualitäten repräsentieren, sind sie in der Lage, das gesamte negative Karma der fühlenden Wesen zu beseitigen, daher der Name Siegreichster Vajra. Wer dieses Gottheits-Yoga praktiziert, ist in der Lage, alles negative Karma der Vergangenheit auszumerzen und alle Katastrophen zu vermeiden. Alles, was er oder sie sich in diesem Leben wünscht, und alle Siddhis weltlicher und transzendentaler Praktiken werden sich rasch manifestieren.

Da Cundi auch als Unterwerfungs-Vajra bekannt ist und die Cundi-Praxis eine besondere Praxis des Tantrayana darstellt, wird diese Praxis als überragend angesehen. Sie ist wunscherfüllend und kann alle Maras und Häretiker unterwerfen. Sie verkörpert unendliche Macht und Verdienste, und durch diese Praxis soll der Praktizierende eine runde und vollkommene Aura erlangen.   Der Abdruck dieses Sutras und aller anderen Sutras kommt einem selbst und anderen zugute und hilft, alle Formen des Unglücks zu beseitigen. Es hilft einem selbst, große Verdienste und Segnungen zu erlangen, und schlägt eine Brücke zu den Lehren des Buddhismus.

Die Symbolik und Bedeutung der achtzehn Arme von Cundi:

  1. Die ursprünglichen 2 Hände, die die Wurzelmudra der Dharma-Erläuterung bilden, repräsentieren die fließende Erhellung des gesamten Dharma.
  2. Die Hand, die das wundersame, kostbare Banner hält, steht für die Fähigkeit, ein höchst prächtiges, großes Kloster zu errichten.
  3. Die Hand, die die Furchtlose Mudra formt, steht für die Fähigkeit, fühlende Wesen von allem Terror und allen Ängsten zu befreien.
  4. Die Hand, die eine Lotusblume hält, steht für die Reinigung der sechs Sinne, die, unbefleckt, so rein wie die Lotusblume sind.
  5. Die Hand, die ein Schwert der Weisheit hält, steht für das Durchtrennen der Verstrickungen der Leiden und der drei Gifte Gier, Zorn und Unwissenheit.
  6. Die Hand, die eine Ermächtigungsvase hält, repräsentiert das Fließen von Nektar, um alle fühlenden Wesen zu nähren, damit sie die Ermächtigung der Buddhas erhalten können.
  7. Die Hand, die einen wunderbaren juwelenbesetzten Kopfschmuck hält, repräsentiert den Wunsch, mit wunderbarer Dharmakunst verbunden zu werden.
  8. Die Hand, die ein Vajra-Lasso hält, repräsentiert die Fähigkeit, alle in das Yoga-Tantra einzubeziehen.
  9. Die Hand, die eine wunderbare himmlische Frucht hält, repräsentiert die Vollendung der Frucht der Erleuchtung und die umfassende Kultivierung von gutem Karma.
  10. Die Hand, die ein Rad mit acht Speichen hält, repräsentiert die ständige Drehung des großen Dharma-Rades, das sein herrliches Licht über die drei unteren Bereiche ausstrahlt.
  11. Die Hand, die eine Streitaxt hält, steht für die Beseitigung aller bösen Praktiken und das Durchtrennen der Bindung an sich selbst und andere.
  12. Die Hand, die eine große Dharma-Muschel hält, steht für die Ausdeutung des reinen Dharma, der das Universum erschüttert.
  13. Die Hand, die einen Vajra-Haken hält, repräsentiert die Fähigkeit, alle Phänomene in der eigenen Sichtweise zu magnetisieren und anzuziehen.
  14. Die Hand, die eine wunscherfüllende Vase hält, repräsentiert die Funktion, alle Schätze und Schriften nach Belieben zu manifestieren.
  15. Die Hand, die einen Vajra hält, repräsentiert die kollektive Konvergenz der Unterstützung, die von den acht Klassen himmlischer Wesen und Drachen gegeben wird. Sie repräsentiert auch die Unterwerfung von hartnäckigen fühlenden Wesen.
  16. Die Hand, die ein Weisheitssutra hält, steht für die Selbsterkenntnis, die tiefe und wunderbare Wahrheit ohne jegliche Anleitung durch einen Lehrer zu erkennen.
  17. Die Hand, die eine Mani oder wunscherfüllende Perle hält, repräsentiert den pulsierenden und leuchtenden Geisteszustand, der makellos, rein und perfekt ist.
  18. Die beiden ursprünglichen Hände, beginnend mit der ersten Hand, werden in der Dharma-Erläuterungsmudra gehalten. Daher die achtzehn Arme.

Einige Bilder von Cundi Bodhisattva zeigen verschiedene Gesten, wie das Formen der Wurzelmudra oder das Halten von Malakugeln. Die Bedeutung bleibt unabhängig davon dieselbe. Die Gesten stellen die achtzehn Verdienste von Cundi Bodhisattva dar. Sie können die Hände klar visualisieren und das Mantra rezitieren, damit Sie schnell zur Verwirklichung gelangen und fühlende Wesen von ihrem Leiden befreien können.

(Erläuterungen nach der Übertragung von Großmeister Sheng-yen Lu – Sacramento True Buddha Temple 2016).


Einleitung vom Ngak’chang Rangdrol Dorje (Enrico Kosmus, 2020). Möge es von Nutzen sein!


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